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»Die rätselhafte Krankheit - Leben mit ME/CFS« | Arte-Doku | 10. Juli 2021

Arte-Doku | Wissenschaft | 10. Juli 2021 | 22:00 Uhr im TV | ab 05:00 Uhr 90 Tage in der Mediathek verfügbar und weltweit abrufbar

»ME/CFS ist eine verheerende Krankheit, die allein in Deutschland ca. 300.000 Menschen betrifft. Für die Erkrankten gibt es bislang wenig Hilfe. Viele Ärzte sind mit dem Krankheitsbild nicht vertraut und behandeln falsch. Doch seit Kurzem tut sich etwas, auch aufgrund der Corona-Pandemie [...]«

 

Weltweit sind etwa 17 Millionen Menschen von ME/CFS betroffen, in Deutschland geschätzt 250.000 Erkrankte, davon ca. 40.000 Kinder und Jugendliche. 25 % der Patienten sind bettlägerig oder ans Haus gebunden, 60–75 % arbeitsunfähig.

 

»Trotz dieser hohen Zahl Betroffener ist ME/CFS in der Öffentlichkeit und unter den Ärztinnen und Ärzten nahezu unbekannt, obwohl sie schon 1969 von der Weltgesundheitsorganisation in die internationale Klassifikation der neurologischen Krankheiten aufgenommen wurde.«

 

Hauptmerkmal von ME/CFS ist nicht, wie oft angenommen, die Fatigue, sondern die post-exertionelle Malaise (PEM) – eine belastungsinduzierte Symptomverschlechterung, die eine massive und unverhältnismäßige Zustandsverschlechterung nach körperlicher oder kognitiver Anstrengung auslösen kann. Diese Symptomverschlechterung wird vermutlich durch eine Störung des autonomen Nervensystems und einen gestörten Energiestoffwechsel ausgelöst.

 

ME/CFS ist als eine eigenständige, komplexe Krankheit definiert und abzugrenzen vom Symptom „Fatigue”, welches bei vielen anderen Grunderkrankungen auftreten kann.

 

»Die Forschung steht immer noch am Anfang, es gibt weder Medikamente noch Therapien, die die Krankheitsursachen behandeln. Die Betroffenen werden meist als depressiv oder psychisch krank stigmatisiert.«

 

Die Dokumentation begleitet Betroffene und ihre Angehörigen sowie international renommierte Forscherinnen und Forscher und erörtert den aktuellen Stand der Wissenschaft. Sie alle machen die Dramatik und Härte der Krankheit erlebbar und räumen auf mit Mythen, die den wissenschaftlichen Fortschritt seit Jahrzehnten behindern.«

 

Die Regisseurin Daniela Schmidt-Langels wurde von der Deutsche Gesellschaft für ME/CFS unterstützt und beraten. Die Filmemacherin und Initiatorin dieser Dokumentation, Sibylle Dahrendorf, selbst schwer an ME/CFS erkrankt, war ebenfalls im stetigen Kontakt mit der Regisseurin und Kobalt Productions aus Berlin.

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